Sofort
schliessen

Logo: PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND, LANDESVERBAND BAYERN E.V.


Sie können die
Frauenhilfe immer anrufen,
am Tag und in der Nacht:

089 - 35 48 30

Die Frauenhilfe München bietet Frauen, die in ihrer Beziehung Gewalt erleben, seit 1978 Information, Beratung, Schutz und Begleitung. Frauenhaus und Beratungsstelle stehen Frauen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen offen. Kinder sind herzlich willkommen - und bekommen individuell und vielfältig Unterstützung.

Wir engagieren uns öffentlich gegen Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder und für Aufklärung, Hilfe und Sicherheit - gemeinsam mit gleichgesinnten Partner*innen. Und - wir mahnen nicht nur. Wir schaffen Angebote und Räume für Frauen. Denn:

Jede Frau hat ein Recht auf ein Leben ohne Angst, Bedrohung und Gewalt.


Das Frauenhaus – Sicheres Wohnen und spezialisierte Beratung

Das Frauenhaus der Frauenhilfe München bietet Schutz und Sicherheit vor Häuslicher Gewalt. Jeder Frau steht ein eigenes möbliertes Apartment zur Verfügung. Die Bewohnerinnen des Frauenhauses gestalten ihren Alltag selbstbestimmt und eigenverantwortlich. In der geschützten Umgebung können sie Abstand von Ihren belastenden Erlebnissen gewinnen. Für jede Frau ist über die gesamte Dauer des Aufenthaltes eine Beraterin zuständig. Das Frauenhaus ist rund um die Uhr mit Mitarbeiterinnen besetzt.

Die Angebote für Frauen im Überblick:

  • Psychosoziale Beratung
  • Hilfe bei der Bewältigung der Gewalterfahrung
  • Sicherheitsberatung
  • Unterstützung bei der Existenzsicherung
  • Beratung in Erziehungsfragen
  • Beratung und Begleitung im familiengerichtlichen Verfahren
  • Hilfe bei der Wohnungssuche
  • themenspezifische Gruppenangebote
  • Freizeitaktivitäten

Spezielle Angebote für Migrantinnen:

  • Beratung mit Dolmetscherinnen
  • Hilfe bei der Klärung aufenthaltsrechtlicher Fragen
  • Unterstützung bei der Orientierung im Kulturraum und im Rechtssystem
  • Vermittlung in Sprachkurse

Wie komme ich ins Frauenhaus?

Rufen Sie uns an. Unter +49 89 354830 sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar. Gemeinsam klären wir, ob eine Aufnahme im Frauenhaus möglich ist. Sie sind nicht sicher, ob ein Frauenhaus der richtige Ort für Sie ist? Im Gespräch beantworten wir Ihre Fragen.

Was soll ich mitbringen?

Hier können Sie unsere Checkliste ausdrucken:

Dokumente:

  • Ausweis, Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Zeugnisse
  • Impfpässe
  • Versichertenkarten (Krankenkasse)
  • Unterlagen über Ihr Einkommen
  • Kontoauszüge Ihrer Bank


Persönliche Sachen:

  • Medikamente
  • Kleidung
  • Lieblingsspielzeug der Kinder
  • Schulsachen


Wenn Sie keine Möglichkeit haben, die Dokumente mitzubringen, unterstützen wir Sie dabei, diese nachträglich zu besorgen.

Telefonische und persönliche Beratung

Wir informieren Frauen telefonisch oder persönlich über mögliche Wege aus ihrer Gefährdungssituation. Auf Wunsch klären wir, ob eine Aufnahme im Frauenhaus möglich ist.

Wir informieren über die Schutzmöglichkeiten des Gewaltschutzgesetzes wie zum Beispiel das Erwirken eines Kontaktverbotes gegen den Gewalttäter. Wir geben erste Informationen zu Trennung und Scheidung, zu Unterhalt und Sorgerecht. Wir beraten zu finanziellen und sozialen Hilfen.

Auch Angehörige von Frauen, die von Häuslicher Gewalt betroffen sind, können sich an uns wenden.

Die Telefonberatung ist erreichbar unter der Telefonnummer:
089/354 83-11

Montag – Freitag  10.00 – 13.00 Uhr
Montag bis Donnerstag 14.00 – 17.30 Uhr
Freitag 14.00 – 15.00 Uhr

Hilfe bei der Bewältigung der Gewalterfahrung

Gewalt bleibt selten folgenlos. Im Frauenhaus haben Sie die Möglichkeit, über Ihre Erfahrungen zu sprechen. Sie gewinnen Abstand und finden Wege, besser mit dem Erlebten zurechtzukommen und wieder einen unbeschwerten Alltag gestalten zu können. Bei Bedarf vermitteln wir weiterführende Hilfen.

Hilfe bei der Existenzsicherung und bei der Wohnungssuche

Eine Trennung vom Partner führt oft zu finanzieller Unsicherheit. Wir helfen dabei, Ihre Ansprüche zu klären und gegebenenfalls die passenden Leistungen für Sie zu beantragen. Auch unterstützen wir Sie bei der Wohnungssuche.

Gruppenangebot in der Beratungsstelle

Die Beratungsstelle der Frauenhilfe bietet Gruppenangebote, die auch von Bewohnerinnen des Frauenhauses in Anspruch genommen werden können. In der Gruppe erfahren Sie, wie Sie nach erlebter Gewalt wieder zu ihren Stärken finden. => Näheres unter: Beratungsstelle

Elternberatung bei Häuslicher Gewalt im Münchener Modell (MüMo)

Die Elternberatung ist ein  geschlechtsspezifisches Kooperationsprojekt der Beratungsstelle mit dem Münchner Informationszentrum für Männer MIM. Dabei wird überprüft, ob ein sicherer Umgang möglich ist. Ziel ist es zum Wohl des Kindes eine sichere und tragfähige Umgangsregelung  zu erarbeiten. Wir berücksichtigen die Gefährdungslage, den Schutz und die Stabilisierung von Mutter und Kind. Der gewalttätige Partner hat Verantwortung für ein gewaltfreies Handeln zu übernehmen. Die Erziehungskompetenz beider Eltern wird gestärkt.

Das Kooperationsprojekt ermöglicht,

  • die Gefährdungssituation konkreter einzuschätzen und so zur Wahrung des Kindeswohls beizutragen
  • häusliche Gewalt und ihre Auswirkungen im familiengerichtlichen Verfahren sichtbar zu machen
  • den Schutz für Mütter und Kinder in den Vordergrund aller Interventionen zu stellen
  • die Väter zu unterstützen, ihrer elterlichen Verantwortung nachzukommen, um zukünftig einen gewaltfreien Kontakt mit ihren Kindern zu pflegen.

Wichtige Elemente der Elternberatung sind getrennte Einzelgespräche, gemeinsame Elternberatung, Teilnahme des Vaters an dem Partnerschaftsgewaltprogramm im MIM und Vater –Kind –Interaktionsbeobachtungen. Der Schutz vor Gefährdung hat Priorität.

Die Elternberatung bei Häuslicher Gewalt im Münchener Modell erfolgt über Zuleitung durch das Familiengericht.

Handout Elternberatung MüMo

Gerne stellen wir unser Fachwissen in Form von Fachberatung, Vorträgen und Fortbildungen zur Verfügung

Bildergalerie


Der Kinderbereich im Frauenhaus – Wieder Kind sein dürfen

Der Kinderbereich steht allen Kindern und Jugendlichen, die mit ihren Müttern im Frauenhaus leben, offen. In einer sicheren und angstfreien Umgebung erhalten Kinder Betreuung und Förderung durch unsere Erzieherinnen und Heilpädagoginnen. Jedes Kind hat eine Erzieherin als Ansprechpartnerin. Für die Kinder und Jugendlichen wird so früh wie möglich eine altersgerechte Alltagsstruktur aufgebaut. Dazu gehört die zügige Unterbringung in Kindergarten oder Schule genauso wie altersspezifische Gruppen- und Freizeitaktivitäten. Auch erhalten die Kinder und Jugendlichen bzw. deren Mütter Hilfe bei der Suche nach Freizeitangeboten außerhalb des Frauenhauses. Bei Bedarf können weiterführende pädagogische und therapeutische Hilfen vermittelt werden.

Die Angebote des Kinderbereichs im Überblick:

  • Individuelle Unterstützung und kindgerechte Begleitung
  • Offener Mutter-Kind-Treff für Babys und Kleinkinder
  • Altersspezifische Gruppenangebote für Kinder und Jugendliche
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Heilpädagogische Förderung
  • Freizeitaktivitäten
  • Vermittlung weiterführender Hilfen
  • Müttersprechstunden

Bildergalerie


Beratungsstelle

Wir unterstützen Frauen, die in ihrer Partnerschaft Gewalt erleben oder erlebt haben. Gewalt kann viele Formen haben:

Psychische Gewalt – Körperliche Gewalt – Sexuelle Gewalt – Finanzielle Gewalt – Digitale Gewalt

Wir wissen: Veränderung braucht Zeit. Beratung hilft.

Unser Angebot ist freiwillig, vertraulich und kostenfrei.

Wir beraten Frauen aller Religionen, Nationalitäten, Lebensformen, mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung, mit und ohne Kinder und in jedem Lebensalter.

Der Zugang ist rollstuhlgerecht. Der Eingang ist videoüberwacht.

Wir bieten:

Telefonische und Persönliche Beratung

Wir informieren Frauen telefonisch oder persönlich über mögliche Wege  aus ihrer Gefährdungssituation. Auf Wunsch analysieren wir gemeinsam mit ihr die Gefährdungssituation und suchen nach Lösungswegen. Wir helfen Frauen gewaltfrei und selbstständig zu leben. Wir sind ab der ersten Bedrohungssituation an der Seite der Frau.

Wir bieten Unterstützung bei der Inanspruchnahme der verschiedenen Schutzmöglichkeiten laut Gewaltschutzgesetz (GeWschG): Platzverweis, Kontaktsperre in Anspruch nehmen zu können. Wir geben erste Informationen zu Trennung und Scheidung, zu Unterhalt und Sorgerecht. Wir beraten zu finanziellen und sozialen Hilfen.

Die Telefonberatung ist erreichbar unter der Telefonnummer:
089/35 82 81 10

Montag – Donnerstag 10.00 – 13.00 Uhr
Dienstag 14.00 – 17.00 Uhr

Die offene Sprechzeit findet jeden Dienstag von 16.00 – 18.00 Uhr in den Räumen der Winzererstr.47 statt. Frauen können spontan ohne Anmeldung kommen.

Unser persönliches Gespräch umfasst eine psychosoziale Beratung bestehend aus:

  • Beratung bei akuten Krisen
  • Stabilisierung und Stärkung

Im Wissen um Ambivalenz bieten wir Raum, diese zu besprechen und zu klären. Abgestimmt auf ihre individuelle Lebenssituation und die eventuell im Haushalt lebenden Kinder werden die Frauen über Schutz – und Sicherheitsmaßnahmen informiert.

Wir berücksichtigen die komplexen Problemstellungen der Frauen. Die einzelnen Hilfsangebote müssen gut auf einander abgestimmt sein. Bei Bedarf vermitteln wir an weitere Unterstützungseinrichtungen.

Rechtliche Beratung

Wir bieten Rechtsberatung durch zwei Fachanwältinnen für Familienrecht an. Diese Rechtsberatung wird nur in Verbindung mit psychosozialer Beratung angeboten.

Gruppenangebot

Unsere Gruppenangebote sind ressourcenorientiert. Für Kleingruppen bieten wir in einem Raum der Beratungsstelle Übungen zu den Themen Achtsamkeit und Grenzen an. Frauen erfahren, wie sie nach erlebter Gewalt (wieder) zu ihren Stärken finden.

Paargespräche in Kooperation mit dem Münchner Informationszentrum für Männer (MIM)

Alle Frauen möchten der Gewalt ein Ende setzen. Einige Frauen hoffen, die Beziehung mit Hilfe von Paarberatung fortsetzen zu können. Wir klären in Kooperation mit MIM, ob und unter welchen Bedingungen ein Paargespräch angeboten werden kann. Schutz und Sicherheit von Frauen und deren Kindern stehen für uns an erster Stelle.

Elternberatung bei Häuslicher Gewalt im Münchener Modell (MüMo)

Die Elternberatung ist ein  geschlechtsspezifisches Kooperationsprojekt der Beratungsstelle mit dem Münchner Informationszentrum für Männer MIM. Dabei wird überprüft, ob ein sicherer Umgang möglich ist. Ziel ist es zum Wohl des Kindes eine sichere und tragfähige Umgangsregelung  zu erarbeiten. Wir berücksichtigen die Gefährdungslage, den Schutz und die Stabilisierung von Mutter und Kind. Der gewalttätige Partner hat Verantwortung für ein gewaltfreies Handeln zu übernehmen. Die Erziehungskompetenz beider Eltern wird gestärkt.

Das Kooperationsprojekt ermöglicht,

  • die Gefährdungssituation konkreter einzuschätzen und so zur Wahrung des Kindeswohls beizutragen
  • häusliche Gewalt und ihre Auswirkungen im familiengerichtlichen Verfahren sichtbar zu machen
  • den Schutz für Mütter und Kinder in den Vordergrund aller Interventionen zu stellen
  • die Väter zu unterstützen, ihrer elterlichen Verantwortung nachzukommen, um zukünftig einen gewaltfreien Kontakt mit ihren Kindern zu pflegen.

Wichtige Elemente der Elternberatung sind getrennte Einzelgespräche, gemeinsame Elternberatung, Teilnahme des Vaters an dem Partnerschaftsgewaltprogramm im MIM und Vater –Kind –Interaktionsbeobachtungen. Der Schutz vor Gefährdung hat Priorität.

Die Elternberatung bei Häuslicher Gewalt im Münchener Modell erfolgt über Zuleitung durch das Familiengericht.

Handout Elternberatung MüMo

Angehörigenberatung

Wer erlebt, dass eine Frau in der Familie oder im Freundes- oder Bekanntenkreis Gewalt ausgesetzt ist, fühlt sich oft hilflos und überfordert. Wir informieren und beraten auch Angehörige, Freundinnen und Freunde, KollegInnen anonym und kostenfrei, telefonisch und persönlich.

Proaktive Beratung im Münchner Unterstützungsmodell gegen Häusliche Gewalt (MUM)

Im Münchner Unterstützungsmodell gegen häusliche Gewalt MUM haben sich sechs Beratungsstellen, soziale Einrichtungen für Gewaltopfer und das Polizeipräsidium München zusammengeschlossen. Auch die Beratungsstelle der Frauenhilfe München gehört zu diesem gut funktionierenden Netzwerk.

Unmittelbar nach einer Gewalttat ist der Beratungsbedarf hoch. Die Polizei kann bei einem Einsatz vor Ort den oder die Täter für eine befristete Zeit aus der gemeinsamen Wohnung verweisen und ein Kontaktverbot aussprechen. Sind die Betroffenen einverstanden, setzt sich die Polizei mit einer Einrichtung des MUM-Netzwerks in Verbindung. Wird die Beratungsstelle kontaktiert, setzen wir uns innerhalb von drei Werktagen mit den Frauen in Verbindung. Wir informieren sie während der Zeit, in der der Täter keinen Zutritt zur Wohnung hat, über ihre Schutzmöglichkeiten und ihre Rechte nach dem Gewaltschutzgesetz und bieten weitere persönliche Beratungen an. Auch die Situation der mitbetroffenen Kinder wird von uns aktiv angesprochen.

Beratung MUM

Gerne stellen wir unser Fachwissen in Form von Fachberatung, Vorträgen und Fortbildungen zur Verfügung

Bildergalerie


Engagement in der Flüchtlingshilfe

Im Jahr 2015 erreichten uns Berichte über die verzweifelte Situation von allein geflüchteten Frauen, die in den Massenunterkünften Gewaltbedrohungen und sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren. Eine Anzeige wollte keine der Frauen erstatten, in ihrer von Ohnmacht gekennzeichneten Lebenssituation vertrauten sie sich nur bekannten Menschen an. Der Handlungsbedarf war klar. Es braucht einen Schutzraum für geflüchtete Frauen und für ihre Kinder, sowohl in den Unterkünften als auch in Form einer frauenspezifischen Unterkunft. Gemeinsam mit Condrobs e.V. und pro familia Ortsverband München e.V. gründeten wir das „Paritätische Kooperationsprojekt zur Flüchtlingshilfe“.

Unterkunft für geflüchtete Frauen

 

In der Überbrückungsunterkunft für geflüchtete Frauen mit und ohne Kinder bieten wir seit 2016 gemeinsam mit Condrobs und pro familia

  • Sicheres Wohnen und Schutz vor Gewalt
  • Asylsozialberatung und spezialisierte Beratung für hochbelastete, traumatisierte Frauen
  • Pädagogische Unterstützung für ihre Kinder
  • Unterstützung zur Inklusion in die Stadtgesellschaft

In der Unterkunft finden allein geflüchtete Frauen ebenso Schutz und Hilfe wie Frauen mit Fluchthintergrund, die von ihrem Mann / ihrer Familie getrennt untergebracht leben wollen.

Der engagierte Kreis der freiwilligen Helferinnen unterstützt die Frauen, Mädchen und Buben regelmäßig mit Deutschkursen, Nähprojekten, Kinderbetreuung, Ausflügen, Begleitung zu Behörden, Fahrradkursen und vielem mehr.

Geflüchtete Frauen haben ganz spezifische Bedürfnisse und Problemlagen.
Zur Postkarte    Lesen Sie mehr

Asylsozialberatung und Sozialbetreuung für Geflüchtete

In der Überbückungsunterkunft in der Hofmannstraße mit etwa 450 Plätzen bietet das Team unseres Kooperationsprojektes geflüchteten Frauen, Männern und Familien unterschiedlichster Herkunft und Kulturen mit unterschiedlichen Sprachen und Lebenskonzepten

  • Asylsozialberatung
  • Sicherstellung einer medizinischen Versorgung
  • Gruppenangebote im Haus
  • Unterstützung von Aktivitäten außer Haus
  • Organisation von externen Hilfsangeboten
  • Angebote der Kulturvermittlung
  • Umsetzung Gewaltschutz für Frauen, Kinder und besonders vulnerable Gruppen

Engagierte freiwillige Helfer*innen, Firmen und Stiftungen unterstützen die Bewohner*innen und die Kinder mit Deutschkursen, Malaktionen, einer Holzwerkstatt und vielem mehr.

Frauen, Kinder und vulnerable Gruppen haben besondere Problemlagen und Schutzbedarfe.
Lesen Sie hier mehr.

Mobile psychosoziale Sprechstunde für Frauen in Flüchtlingsunterkünften

Die Frauenhilfe ermöglicht eine regelmäßige Mobile soziale Sprechstunde für hochbelastete und oft komplex traumatisierte Frauen in Flüchtlingsunterkünften: Vor Ort bietet eine erfahrende Traumatherapeutin Stabilisierungsgruppen und Einzelberatung an. Ein Großteil der Frauen leidet unter häufigen Flashbacks, dissoziativen Symptomen oder einem dauerhaft erhöhten Erregungslevel. Die Kurzeitinterventionen – Distanzierungs-, Achtsamkeits- und Imaginationsübungen – unterstützen die Frauen, individuell besser mit den traumatypischen Belastungen umgehen zu können. Sie wissen um das Gesehen bei Traumafolgestörungen und um Sofortmaßnahmen, um sich bei Flashbacks zu stabilisieren. Sie erlangen schrittweise die Kontrolle über das eigene Erleben. Zusätzlich werden die Fachkräfte vor Ort zum Thema Traumasensibilität und Stabilisierung bei Traumafolgestörungen geschult.

Bildergalerie


Portrait der Frauenhilfe

Die Frauenhilfe München bietet Frauen, die in ihrer Beziehung Gewalt erleben, seit 1978 Information, Beratung, Schutz und Begleitung. Frauenhaus und Beratungsstelle stehen Frauen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen offen. Kinder sind herzlich willkommen - und bekommen individuell und vielfältig Unterstützung.

Wir engagieren uns öffentlich gegen Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder und für Aufklärung, Hilfe und Sicherheit - gemeinsam mit gleichgesinnten Partner-/Innen. Und - wir mahnen nicht nur. Wir schaffen Angebote und Räume für Frauen. Denn:

Jede Frau hat ein Recht auf ein Leben ohne Angst, Bedrohung und Gewalt.

Ihr Recht wird verletzt: Partnergewalt trifft jede vierte Frau in Deutschland.

Gewalt gegen Frauen ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eines der größten Gesundheitsrisiken von Frauen weltweit. In unserem Land erlebt jede vierte Frau in ihrem Erwachsenenleben mindestens einmal körperliche und/oder sexuelle Misshandlung durch ihren Lebensgefährten oder Ex-Partner. Häusliche Gewalt betrifft Frauen jedes Alters, jeder Nationalität, jeder ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit, unterschiedlicher Schichten oder Bildungsgrade. Mehr Information

Ihr Recht wird verletzt: Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung sind deutlich häufiger von Gewalt durch ihren Partner betroffen als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt. In Gewaltbeziehungen besteht immer eine Form von Abhängigkeit zwischen Gewalttäter und Betroffener. Für unterstützungsbedürftige Frauen ist die Abhängigkeit von pflegendem Partner, der Gewalt ausübt, um ein Vielfaches höher. Mehr Information

Was versteht man unter häuslicher Gewalt?

Partner oder Ex-Partner sind gewalttätig gegen Frauen in der Beziehung oder nach der Trennung. Formen sind psychische, körperliche und sexuelle Gewalthandlungen. Selbst gering ausgeprägte Gewalt kann zu seelischen und körperlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Frauen führen. Besonders belastend ist, dass die Gewaltbedrohung und Gewalthandlungen von einem vertrauten Menschen ausgehen und im eigenen Zuhause stattfinden. Diese Situation führt zu einer hochambivalenten Gefühlslage bei den Frauen, die von dem Wunsch nach Trennung bei gleichzeitig angstgeprägter Bindung gekennzeichnet ist. Oftmals ist die Befürchtung, die eigenen Kinder nicht mehr schützen zu können, der entscheidende Auslöser, sich zu trennen.

Was bedeutet es für die Kinder, die Gewalt gegen die Mutter zu erleben?

Kinder, die in der gewaltgeprägten Familiensituation aufwachsen, leiden fast immer unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Beispiele sind Schlaf- und Essprobleme, psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen, Lern- und Konzentrationsstörungen und Beeinträchtigungen in ihrer sozialen Entwicklung. Die gesundheitlichen Folgen sind unterschiedlich, je nachdem, ob die Kinder die Gewalt miterleben oder selbst auch misshandelt werden. Weitere Kriterien sind die Dauer und Schwere der Gewalt gegen die Mutter, das Alter, das Geschlecht und die Ressourcen für Unterstützung im sozialen Umfeld.
Mehr erfahren

Hinschauen und handeln - was können Angehörige, Freund*innen oder Nachbar*innen tun?

Jedes Signal von Menschen in der nahen Umgebung, zuzuhören und für Unterstützung bereit zu sein, hilft von Gewalt betroffenen Frauen enorm. Denn: sie bleiben damit nicht alleine und isoliert. Notrufe, Hilfsdienste und die Polizei stehen hilfsbereiten Menschen mit Rat zur Seite.

Mehr erfahren

Wissen um häusliche Gewalt: Fachkräfte im Gesundheitswesen, Sozialwesen und Rechtswesen, bei der Polizei und in Behörden und Sozialverbänden

Die Neue Frauenbewegung hat seit den 70er Jahren die gesellschaftliche Brisanz des Themas „Gewalt gegen Frauen“ an die Öffentlichkeit gebracht. Mit Projekten wurden Hilfen organisiert und aufgebaut. Mit dem Start des Aktionsplanes der Bundesregierung im Jahr 1998 wurde endlich das Thema gesamtpolitisch ernst genommen. Seither werden unter anderem Aufklärungskampagnen, Fortbildungen, Forschungsprojekte und Programme zur Verbesserung der Situation von Gewalt betroffenen Frauen realisiert. Frauen erhalten zunehmend angemessene Unterstützung nicht nur in den spezialisierten Einrichtungen und vor allem: es werden ihnen zunehmend nicht die Glaubwürdigkeit abgesprochen oder ihre Erfahrungen angezweifelt. Fachkräfte können sich regional informieren, fortbilden und vernetzen. Sie können sich über ihre Berufsorganisation weiterbilden und auch über das bundesweite Hilfetelefon beraten lassen. So verfügen wir in München über ein breites Unterstützungsnetz mit den gemeinsamen Zielen: Schutz vor Gewalt und Hilfen für Frauen und Kinder, In-Verantwortungnahme der Täter und Information zu häuslicher Gewalt.

Gesetzliche Grundlagen sind geschaffen

Das Gewaltschutzgesetz ist seit 2002 die Rechtsgrundlage für Schutzanordnungen wie Kontakt-, Belästigungs- und Näherungsverbote und eine Anspruchsgrundlage für die Überlassung der gemeinsam genutzten Wohnung. In diesem Zusammenhang wurde auch die Rechtsgrundlage für polizeiliches Handeln verändert. Die Polizei hat die Befugnis für eine Wegweisung des Gewalttäters aus der Wohnung nach einer Gewalttat. Mehr erfahren

Internationale Vereinbarungen

Istanbul-Konvention: 2011 verabschiedet der Europarat das „ Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“. Im Juni 2017 hat der Bundestag dem Gesetz zur Umsetzung der Istanbul-Konvention zugestimmt. (Deutscher Bundestag)
Menschenrechte sind unteilbar! Die UN-Frauenrechtskonvention „Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) trat im September 1981 völkerrechtlich in Kraft. Das Übereinkommen verpflichtet alle Vertragsstaaten, aktiv für die Gleichstellung der Frau in allen Lebensbereichen zu sorgen und Diskrimierung zu beseitigen.
(Institut für Menschenrechte)

Leitbild der Frauenhilfe München

Die Frauenhilfe München unterstützt Frauen dabei, sich aus einer gewaltgeprägten Lebenssituation zu lösen und ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen.
Das grundgesetzlich verankerte Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit und die internationalen Forderungen der UN, Frauenrechte als Menschenrechte anzuerkennen, sind unser Leitmotiv.

Wir engagieren uns für Frauen, die Gewalt im Geschlechterverhältnis erlebt haben oder von Gewalt und Misshandlung bedroht sind. Wir stellen ihre Glaubwürdigkeit nicht in Frage und nehmen ihre Gewaltschilderung ernst. Wir schaffen Schutzräume, in denen ein friedliches Miteinander geübt und gelebt wird. Wir fordern und fördern eine gewaltfreie Kommunikation und unterstützen einen konstruktiven Umgang mit Konflikten. Das Recht auf ein Leben ohne Gewalt ist die Idee/Perspektive, die wir den Frauen, Mädchen und Jungen mitgeben. Dies sehen wir als unseren Beitrag zu einem friedlichen Miteinander in unserer Gesellschaft.

Kinder, die mit ihren Müttern zu uns kommen, erhalten Schutz, Entwicklungsfreiheit und Unterstützung in ihrem Recht auf eine gewaltfreie Erziehung in Übereinstimmung mit der Kinderrechtskonvention der UN.

Wir schätzen und respektieren jede Frau und jedes Kind jeder sozialen und kulturellen Orientierung und gestalten unsere Angebote möglichst barrierearm. Im Mittelpunkt der interkulturell ausgerichteten Angebote stehen Bedürfnisse, Interessen und Selbstbestimmung der Frauen sowie die Stärkung ihrer individuellen Fähigkeiten. Mit dem Fokus auf Ressourcen, Kreativität und Lebensfreude der Frauen, Mädchen und Jungen helfen wir ihnen, ihre Gewalterfahrungen zu verarbeiten und neue Lebensziele zu entwickeln und umzusetzen. Durch eine angstfreie Umgebung schaffen wir Räume, in denen die Kinder ihre erlebte Gewalt aufarbeiten können und die Möglichkeit haben, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen.

Die Vielfalt der Biographien unserer Mitarbeiter*innen bereichert unser Unternehmen.
Wir schätzen ihre Individualität und stärken sie in ihren Fähigkeiten und Talenten für ihre berufliche Entwicklung. Wertschätzung, Respekt und gegenseitige Unterstützung prägen unsere Zusammenarbeit. Wir eröffnen Räume für selbständiges Arbeiten und betrachten auch Fehler als Chance für die lösungs- und ergebnisorientierte Weiterentwicklung unserer Arbeit.

Mit unserem kooperativen Führungsverständnis schaffen und pflegen wir partizipative Strukturen. Wir freuen uns darüber, dass sich unsere Mitarbeiter*innen entsprechend ihren Möglichkeiten aktiv an der Weiterentwicklung der Frauenhilfe beteiligen, und wir sorgen für Nachvollziehbarkeit getroffener Entscheidungen. Wir setzen uns aktiv für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein und legen Wert auf eine gesundheitsorientierte Unternehmenskultur.

Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Wir treten gegen Gewalt gegen Frauen im Geschlechterverhältnis ein und machen uns öffentlich und in Kooperation mit Gleichgesinnten dafür stark, dass sie als solche wahrgenommen, verurteilt und beendet wird. Wir engagieren uns für ein gewaltfreies, gleichberechtigtes und wertschätzendes Verhältnis von Frauen und Männern.

München, im Februar 2018

Leichte Sprache

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen in leichter Sprache.

Weiterlesen

Aktuelles

03.05.2018

Die Frauenhilfe München feierte mit über 250 Gästen ihr 40jähriges Jubiläum.

Impressionen und Beiträge der Wegbegleiter*innen aus vier Jahrzehnten Entwicklung und Innovation...

Weiterlesen

Leichte Sprache

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen in leichter Sprache.

Weiterlesen

Aktuelles

03.05.2018

Die Frauenhilfe München feierte mit über 250 Gästen ihr 40jähriges Jubiläum.

Impressionen und Beiträge der Wegbegleiter*innen aus vier Jahrzehnten Entwicklung und Innovation...

Weiterlesen